Der Klinik aufenthalt

Ja liebe Leserinnen und Leser,

Toller Bericht

ich bin mit meiner Schwester am 25.01.2017 ins Christopsbad die Klinik gefahren.

Ich musste noch zur Aufnahme und noch einige andere Dinge erledigen.

Dann ging es auf Station, ich war auf der PSM 2. Psychosomatische Station. Meine Schwester hat mir noch geholfen meinen Schrank ein zu räumen und ist dann auch gegangen.

Ich war alleine im Zimmer, vorne im Speisesaal Gelächter, es war meine Gruppe die rote Gruppe. Es gab dann noch eine blaue und eine gelbe.

Ja nun saß ich da, wie ein Häufchen elend. Ich war eh schon durch und dann dieser Aufenthalt, naja ich hab dann aus Verzweiflung erstmal rotz und Wasser geheult.

An diesem Mittag hatte ich dann noch Aufnahme Gespräch auf Station und beim Arzt, der mir gleich mal vor den Kopf gestoßen hat mit der Aussage was machen sie hier. Naja am Anfang leicht verwirrt und flatternd hab ich ihm meine Geschichte erzählt. Er hat es verstanden und mir gesagt wie es jetzt weiter geht. Für ihn war ich der Flattermann. Ja und die ersten Annäherungen an die anderen Patienten, die es einem einfach machten gab es auch. Zwar nicht alle, das war mir dann irgendwann egal.

Für den Arzt war dann schnell klar dem Flattermann ( so hat der Arzt mich genannt) muss geholfen werden. In meiner Zeit hier in der Klinik hab ich den Arzt und Psychologen sehr schätzen gelernt.

Mein Wochen Programm war

KPT Konzentrative Bewegungs Therapie. Dort sind wir in uns gegangen. Haben jedes mal darüber geredet wie es uns geht. wir übten das nein sagen in verschiedenen Lautstärken um den anderen damit auf Distanz zu halten. Schön war auch das bauen unsere Wohl fühl Oase mit verschiedenen Gegenständen. Bei mir ist es mein Garten. Ja und wir sind viel spazieren gegangen, dabei geschwiegen, die Umwelt wahr genommen, Bäume umarmt und danach über die Erfahrungen geredet was jeder so wahr genommen hat. Achtsamkeitsübung. Jetzt kommt mein Schüssel Erlebnis wir haben uns gegenseitig blind barfuß geführt. Also der Blinde Barfuß, ich kanns euch nur so beschreiben, ich war danach völlig entspannt und Glücklich ja und das hab ich mit genommen.

Da war dann noch Gestalten, dort haben wir gemalt, getöpfert, usw. Und auch jedes mal gesprochen was das in uns auslöst, wie die Idee zu Stande kam, welche Gefühle dabei entstanden sind. Bei den Gefühlen kann ich euch sagen haben sich in manchen Stunden Abgründe auf getan. Schaurige, düstere Bilder sin entstanden, ich hatte auch so eins.

Eines meiner liebsten war Werken da haben wir gehobelt, gesägt, Körbe geflochten, Holz Schüsseln gemacht. Das war perfekt um auf andere Gedanken zu kommen.

Siehe Bilder

Meine Gedenk Statue an diese Zeit
Eines der schöneren Bilder
Hier ein Biild der dunklen Seite. An diesen Tag war ich tief unten. Mir gings richtig schlecht. Der Sog nach unten und aud den Bodengrund.

Weil es gut für den Kopf ist hatten wir 2x die Woche Sport. Nach einer gewissen Zeit bin ich dann jeden morgen mit einem mit Patient aufs Fahrrad, das hat gut getan.

Immer am Freitag Nachmittag gabs Unterricht über die einzelnen Arten der Erkrankungen. Ängste, Panik, Zwänge, Depression usw.

Einmal die Woche hatte ich Einzel Gespräch und einmal Gruppen Gespräche vor denen ich etwas Angst hatte. Aber die Gruppen Gespräche haben mir am meisten geholfen.

Jeden Mittwoch hat die Gruppe frei entscheiden können was sie an diesem Mittag als Gruppe unternimmt. Wir waren auf einen Hof mit Cafe, Eis essen, usw.

Wie schon oben beschrieben war der erste und auch der zweite Tag schlimm. Weil wir ja alle fast die gleichen Probleme hatten, hat sich das schnell gelegt.

Das erste Wochenende musste ich in der Klinik bleiben, dann dürfte man am Wochenende nachhause. Am Anfang war es so wie am ersten Tag ich hab nach dem WE eine Zeit gebraucht um wieder rein zu kommen. Irgendwann war es dann so das ich mich in der Klinik wohler fühlte als zuhause. Es war für mich ein Sicherer Ort.

Die Klinik ein Sicherer Ort

Diesen Sicheren Ort merkte ich dann auch wenn wir mal mittags in der Stadt waren, es gab Zeiten da hab ich mich unwohl Gefühlt, ja fast schon leichte Panik. Es war echt komisch. Je länger der Aufenthalt um so besser wurde es dann auch wieder. Die Sicherheit kam zurück.

Das Essen habich vergessen😂

Ja Frühstück war um 7.00 Uhr

Mittag essen um 12.00 Uhr

Abendessen um 17 Uhr

Zu essen musste 20 min am Tisch sitzen bleiben. Der Gemeinschaft wegen und das man sich unterhält und Austauscht.

Ja aber Welt draußen will auch wissen wie es einem geht. Zum einem meine Frau, meine Familie, mein Arbeitgeber der mich nie im Stich gelassen hat. Ich hatte 2 tolle Gespräche mit meinem Chef. Der Plan war, das ich nicht mehr in meine alte Filiale zurück will. Es ist dort davor viel passiert und ich konnte mir einfach nicht vorstellen dort wieder an zu fangen. Schon mal vorweg ich musste wieder zurück und ich hab es keinen Tag bereut und ich denke heute ganz anders über die Situation.

Meine Frau und meine Familie und zwei gute Freunde haben mich auch regelmäßig besucht, das war immer sehr schon. Sein Umfeld um sich rum zu haben.

Was hat mir die Auszeit und Therapie,

auf jeden fall war ich nicht mehr der Flattermann wie Anfangs . Ich war sicherer und ich fühlte mich so das ich ein neu Anfang starten kann. Ich hab dann auch Zuhause noch eine ganze weile gebraucht um mit allem wieder klar zu kommen. Es gab auch häufiger dicke Luft zwischen meiner Frau und mir. nach so einer langen zeit ist da ja auch kein wunder. Wir sind immer noch Glücklich verheiratet. Ich hab dann die Medikamente abgesetzt, ich hatte irgendwie das Gefühl ich brauch sie nicht mehr, natürlich alles in Absprache mit dem Arzt. Ich nehme bis heute keine Medikamente mehr.

Nach dem Klinik Aufenthalt war ich noch Jahr in Einzel-Therapie wo eben meine Baustellen noch mal im Tiefgang besprochen wurden. Auch wenn es nicht immer leicht war und viele Tränen geflossen sind, hat mir die Therapie nochmal ein Schub gegeben.

Ja und in der Zeit hab ich das barfuß gehen begonnen. Ich war dann auch schon barfuß in der Therapie. Ich hatte natürlich vorher gefragt, kein Problem. Wenn mir es damit gut geht sehr gerne. Ja und so fingen auch die ersten Spaziergänge durch die Stadt an.

Zwischenzeitlich musste ich auch wieder arbeiten gehen, erstmal in Wieder-Eingliederung und dann wieder Voll-Zeit. Wie schon oben erwähnt musste ich dann doch wieder in meine alte Filiale zurück. Dort wurde mir es einfach gemacht ein tolles Gespräch mit meinem Chef lies dann ein Neustart ohne die Vergangenheit zu. Ja und ich Therapierte mich nochmal selber und wuchs über mich hinaus. Das Arbeitsverhältnis hat sich bis heute nicht verändert, ich gehe gerne zur Arbeit und bin meinem Chef dankbar das er um mich gekämpft hat. Fehler mach ich immer noch, nur ich mach mich deswegen nicht mehr klein deswegen.

Fazit

Ich würde wieder in die Klinik gehen. Das hat mich auf jeden fall weiter gebracht.

Ich bin aber davon überzeugt das mein jetziges auftreten, mein Selbstvertrauen, meine Lockerheit, mein innere Ruhe durch mein anderen Lebensstil gekommen ist. Raus aus der Komfortzone und anders sein als die anderen. Barfuß gehen, sich anders anziehen,

Ich bin sowas von überzeugt das barfuss gehen hat mein leben komplett verändert hat.

Menschen brauchen Veränderung, dazu gehört für mich das Hamsterrad Alltag zu verlassen und dann Mal ganz achtsam seine Umwelt, die Natur , seine Mitmenschen Wahrnehmen ( ihr werdet euch bei den Mitmenschen wundern. Dabei ist es wichtig nicht zu rennen sondern langsam gehen, gleichmäßig zu atmen und ja im Sommer kann man sowas auch Mal barfuß tun. Probiert es aus

Ihr dürft das sehr gerne kommentieren

Barfuss gehen verändert dein Leben
So heißt auch meine Gruppe in Facebook

Veröffentlicht von barfussjuergen

Ich bin 50 Jahre alt, mache gern Sport also laufen und funktional training im fitness. Das wichtigste bei mir im Leben ist dad barfuss gehen es hat mein leben völlig verändert.

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